Erweiterte Suche

Schwul

Lesbisch

Info: Ihr Browser akzeptiert keine sog. Cookies. Um Titel in den Warenkorb legen zu können und zu bestellen muss ein Cookie von dieser Seite angenommen werden.

Colm Tóibín, Mütter und Söhne Colm Tóibín

Mütter und Söhne

Erzählungen

Geschichten zum Weiterdenken und –träumen.

Taschenbuch
288 Seiten



€9,90



Dieser Titel ist in der Regel innerhalb von 2 - 3 Werktagen lieferbar.
Wer die Romane von Colm Tóibín kennt (Die Geschichte der Nacht, Das Feuerschiff von Blackwater) weiß, dass Fröhlichkeit und Leichtlebigkeit keine Themen sind, die das Schreiben des irischen Autors (geb. 1955) vordergründig auszeichnen. So sind auch die zehn Geschichten, die Tóibín in seinem ersten Erzählband zusammengefasst hat von einer leisen Melancholie durchzogen, die sich nicht nur aus dem Generalthema „Mütter und Söhne“ ableitet. Bei aller inhaltlichen Unterschiedlichkeit bleibt der gemeinsame Nenner die besondere Beziehung zwischen der Frau, die einem Jungen das Leben schenkte, der inzwischen zum Mann herangewachsen ist, einmal erzählt aus der Perspektive der Mutter, dann aus der des Sohnes: eine Mixtur aus Liebe und Gleichgültigkeit, Verantwortung und schlechtem Gewissen, Lebenslust und Resignation.
Da ist die Story von Ted, der alte Schallplattenaufnahmen seiner Mutter, einer ehemals erfolgreichen Folksängerin remixt, nimmt der Leser mit bangem Herzen die coole Reaktion einer älteren Frau zur Kenntnis, die erfährt, dass ihr Sohn -ein katholischer Priester- wegen Missbrauchs halbwüchsiger Knaben vor Gericht kommt, und man fragt sich am Ende der Erzählung „Ein Sommerjob“, ob die innige Beziehung von John zu seiner Großmutter nicht doch nur lästige Pflichterfüllung war.
Tóibín ist ein Meister der Andeutung, einer der die Dramen selten direkt erzählt, die Geschichten eher durch die Reaktionen auf ein Ereignis am laufen hält: dem Tod der Mutter, einer Trennung, einer Krankheit. Auch das Schwulsein einiger „Söhne“ ist eher selbstverständliche Nebensache wie z.B. in „Eins minus eins“, wo der Erzähler überlegt, seinen Exlover in Irland anzurufen, um mit ihm über den Tod seiner Mutter zu reden. Er gelangt dabei zur Erkenntnis, dass er das Reden über die wesentlichen Dinge immer vermieden hat. „Drei Freunde“ erzählt die Geschichte von Fergus, der nach der Beerdigung seiner Mutter von seinen Kumpels zu einem nächtlichen Rave am Strand geschleppt wird, wo es mit Mick zu geilem Sex kommt und am Ende die Frage im Raum steht, ob es denn „wirklich nur das eine Mal“ bleiben soll. Alles in allem: Geschichten zum Weiterdenken und –träumen.

Verlagsinfo:
Geschichten von Menschen, die mit ihrem Leben zurechtkommen müssen, nachdem etwas passiert ist: Die Söhne in Toibins erstem Erzählungsband sind Diebe, Priester, Bauern, die Mütter Folksängerinnen, Alkoholikerinnen oder Geschäftsfrauen, aber alle unterhalten hochkomplizierte Beziehungen zueinander. Der hochgerühmte Autor Colm Toibin ist eine der spannendsten Stimmen der Gegenwartsliteratur aus Irland. Frei von Sentimentalität und Klischees zeichnet er hier Figuren, die sich dem Tod eines geliebten Menschen oder der Enthüllung eines so schrecklichen Geheimnisses wie Kindesmissbrauch zu nähern versuchen.

Kundenrezensionen:

Für diesen Titel wurde noch keine Bewertung abgegeben.
Bitte melden Sie sich an, um eine Rezension über diesen Titel zu schreiben.


Kunden, die diesen Titel gekauft haben, haben auch folgende Titel gekauft:


Ralf König
Heiße Herzen
€9,90



Odd Klippenvåg
Der Stand der Dinge
€18,00



Jim Grimsley
Das Leben zwischen den Sternen
€16,90
€6,95
Sie sparen: €9,95



Peter Cameron
Du wirst schon noch sehen, wozu es gut ist
€17,95



Adam Haslett
Union Atlantic
€9,99


Warenkorb

Ihr Warenkorb ist derzeit leer.

Mein Konto






Passwort vergessen?
Nutzername vergessen?
Noch kein Konto? Registrieren

Aktuell !


Colin MacInnes
Absolute Beginners
€19,99

Angebote


Eleonore Thun-Hohenstein
Der Fürst
€21,50
€9,95
Sie sparen: €11,55