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Das schwule Leben in Deutschland und in weiten Teilen Europas hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten grundlegend geändert. An die Stelle gesetzlicher und gesellschaftlicher Diskriminierung ist ein weit gehendes Klima der Toleranz getreten, in dem die schwule Kultur zu boomen scheint. Rainer Hörmann zeigt, dass diese „schöne schwule Welt“ Risse hat: Ein Generationenwechsel vollzieht sich, in dem die von der älteren Generation hart erkämpften Freiräume den Jüngeren selbstverständlicher Selbstbedienungsladen sind; die Szene leidet unter dem selbst auferlegten Jugendkult; das Thema HIV wird wieder kräftig verleugnet; der Internet-Chat hat die Schwulengruppe verdrängt; und immer mehr homosexuelle Männer wollen gar nicht mehr „schwul“ sein, sondern als völlig „normal“ gelten. Allenfalls am Samstag...Ein (selbst)-kritischer Blick also, der sicher überfällig ist und hoffentlich Diskussionen anregt.
Kundenrezensionen:
Peter Hedenström (Sonntag, 04 November 2007)
Bewertung:
Es lohnt sich, dieses Büchlein mal wieder zur Hand zu nehmen: nicht Allem ist zuzustimmen, aber was der Autor z.b. im Kapitel "150 Prozent Hetero" zu
sagen hat,hat auch heute - zwei Jahre nach Erscheinen des Buches" - angesichts des neuen Magazins "front" nichts an Aktualität verloren!!