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Der leidenschaftliche Tabubrecher Walter Foelske schafft es wieder, in 12 Erzählungen aus den letzten 20 Jahren Facetten schwulen Lebens aufzuzeigen, die erfrischender Weise jenseits des Massengeschmacks liegen. Die Titelgeschichte, als Oxymoron, ist eine Vorstudie zum gewaltigen Roman Eiszeit (2001) und beschreibt die Bandbreite der Foelskeschen Erzählwelt. Schon der Eingangstext Tote, eine Klage eines konservativen Ehepaars beim Friedhofsdirektor, dass neben ihrem Sohn ein stadtbekannter Schwuler beerdigt wurde und dieser nun beim Verwesen in der Lage ist, ihrem Sohn noch posthum nachzustellen, indem sich wohl Körpersäfte asexuell vermischten, beweist, wie schwarz auch Humor deutscher Zunge sein kann. Und eines muss auch endlich mal gesagt werden: Foelske verdient als Seiltänzer über menschliche Abgründe alleine schon den "schwulen Nobelpreis"!
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